SCHWEIZER ZEITSCHRIFT | ILONA MAAG

Ilona: Nachdem du doch schon Einiges in deinen jungen Jahren erreicht hast, würde mich interessieren, wie es nun weiter geht betreffend deiner Karriere
Johnny: Liebe Ilona, danke für diese Frage. Der Begriff Karriere leitet sich so stark von rein materiellen Zielen ab, dass er für mich absolut uninteressant ist. Eine interessante Ableitung ist das Ziel ein erfülltes Leben zu gestalten und zu erleben – diese qualitative Lebenszieldefinition interessiert mich viel mehr. In einem erfüllten Leben wechseln sich arbeitsreiche und schöpferische Tätigkeiten mit vielen zwischenmenschlichen Erlebnissen ab. Dies ist für mich erstrebenswert und so soll es mit mir weitergehen - Lebensplanung ist leider weitverbreitet aber irrelevant. Das Leben lässt sich nicht planen. Es will gelebt werden.

Ilona: Hast du Träume? Wenn ja, welche würdest du noch gerne verwirklichen?
Johnny: Oh ja, Träume habe ich viele. Alle entspringen aus einer gelassenen, aufmerksamen und vitalen Geisteshaltung. Aber gerne werde ich dir einige meiner Träume verraten. Als erstes würde ich mir den Traum vom eigenen Haus erfüllen. Ein Huis am See, mit Bootssteig, Veranda, und einer grossen, glassigen Kuppel, unter der ich meiner Kreativität freien Lauf lassen könnte. Dann wäre da noch die Reise zu den 10 grössten und gefährlichsten Vulkanen der Welt, wie zum Beispiel, den Vesuv in Italien, den Kilauea in Hawaii, Merapi in Indonesien oder auch den Nevado del Ruiz in Kolumbien. Vulkane faszinieren mich schon seit ich denken kann (Johnny grinst). Wie du siehst werden mir die Ideen an Wünschen nicht ausgehen.

Ilona: Hast du für dieses Jahr Ferien geplant? Wenn ja, wo verbringst du sie am liebsten?
Johnny: Wenn du deine Hausaufgaben gemacht hast und über mich intensiv recherchiert hast, solltest du eigentlich wissen, dass ich mich nicht gerne auf herkömmliche Themen fokussiere? Aber in deinem Fall, da es sich ja um Familienzeitschrift handelt, mache ich eine Ausnahme. Ja, ich habe Ferien geplant. Nicht nur einmal! Wie jedes Jahr, werde ich im Juli für zwei Wochen mit meiner Familie in die Bretagne, in Poullan sur mer, campen gehen. Gleich anschliessend werde ich den Flieger nach Pasadena nehmen. Dort werde ich mich mir die Umgebung anschauen und mich intensiv mit der Uni beschäftigen. Im Herbst werde ich dann endlich, für eine Woche, ins Disney World nach Florida reisen.

Ilona: Was für einen Beruf strebst du an wenn du „erwachsen“ bist?
Johnny: Erwachsen werden?! Ich mach viel Scheiss mit, aber nicht jeden! (Johnny lacht) Keinen. Beruf ist zu einschränkend – passt nicht – geht nicht und was meinst Du mit erwachsen? Meinst Du wenn man eine gewissen Körpergrösse erreicht hat, wenn ja welche Grösse müsste es denn sein (schmunzelt)? Oder spielst Du auf die gesetzliche Definition der Volljährigkeit an? Nun in jedem Fall ist diese Begrifflichkeit uninteressant oder muss ich wieder meine Rakete anziehen. Ich nenn es jetzt in diesem Fall, meine weiterführenden Tätigkeiten. Ein grosses Thema wird sicher das Beraten und Coachen von Unternehmen sein. Weiter werde ich wohl in Sorbonne unterrichten, vielleicht auch meine eigene Galerie eröffnen. Und natürlich, da ich mich in Reinach beim Team der SBI sehr wohlfühle, werde ich mich auch dort weiter einbringen.

Ilona: Nein sicherlich nicht. Ich habe dich verstanden. In der Öffentlichkeit hat man bisher Details deiner Karriere oder auch deiner Weltanschauung erfahren. Von deinem Familienleben erfährt man jedoch nichts? Würdest du mir und den Lesern verraten wie es dort aussieht?
Johnny: Karriere?! Wie schon erwähnt halte ich nichts von Karriere! Aber zum Thema Familie: Ich reise sehr oft. Manchmal vielleicht auch zu oft, aus der Sicht meiner Eltern. Meines Erachtens könnte das ruhig noch ein bisschen mehr sein. Ich möchte schliesslich die Welt erobern. (Johnny grinst) Jedoch kann ich mit Glück sagen, dass sie mich bei fast jeder meiner Absichten unterstützen. Meine Schwestern besuchen gegenwärtig die obligatorischen Schulen. Luisa möchte Bäckerin werden und irgendwann die Bäckerei meines Vaters übernehmen. Hildegard, meine jüngere Schwester hat noch keine Pläne. Sie träumt lieber den ganzen Tag vor sich hin und lebt in den Tag hinein.

Ilona: Ich habe gehört, dass du dich auch künstlerisch austobst?
Johnny: Auf einem Ausflug, besuchte ich mit der Mittelstufe der Buitenveldertse Montessori School das Van Gogh Museum in Amsterdam. Ab da an, war ich inspiriert. Ich setzte mich hin und fing an zu malen. Es entstanden diverse Gemälde. Alle meine Bilder lagere ich im Estrich meiner Eltern. Mit wenig Begeisterung, da der Estrich bald aus allen Nähten platzt und niemand mehr findet was er sucht. Ich denke, dass ich bald mein eigenes Haus benötige, um die Bilder aufzubewahren.

Ilona: Was hat es eigentlich mit deiner Rakete auf sich? Warum hast du gerade die Rakete als leittragendes Symbol für deine Demonstration ausgewählt?
Johnny: Die Idee dahinter war: muss ich zuerst auf den Mond fliegen bevor ich auf der Erde wahrgenommen werde. Für mich steht die Rakete für Unabhängigkeit, den Durchbruch ins All, ohne Mühe ans Unerreichbare zu gelangen, schwerelos in einer Umgebung voller Meteoriten und Jahrzehnte altem Gestein zu fliegen. Ich hoffe Sie können mir folgen und nachempfinden wieso ich mich genau für dieses Symbol entschieden habe.

Ilona: Wie heisst deine aktuelle Lektüre, mit der du dich zurzeit beschäftigst?
Johnny: (Ein beschämendes Lächeln zeichnet sich in Johnnys Gesicht) Nun, eigentlich bekam ich vor kurzem das Buch „ Die Kunst des klaren Denkens, 52 Denkfehler“ geschenkt. (Johnny zögert) Aber da ist Bastiaan, ein Freund aus unserem Dorf, der mir seine „Asterix und Obelix“ Comic Sammlung ausgeliehen hat. Und zugegeben, ich bin den Büchern verfallen. Aber natürlich, beschäftige ich mich normalerweise nicht nur mit einer Lektüre. Es sind immer mehrere. Die Themen sind so vielfältig und verschieden wie all die Menschen die Bücher geschrieben haben. Man lernt meist nicht nur etwas Inhaltliches, sondern auch viel vom Schriftsteller.

Ilona: Was würdest du in der Welt ändern, wenn du könntest?
Johnny: Schwierige Frage. Es gibt so viele Themen die auf den ersten Blick sofort und nachhaltig verändert oder unterbunden werden müssten aber die Frage ist ob eine solche Handlungsweise nicht gleichsam nach jeder Problemlösung ein neues Problem erschafft. Das Prinzip von Gut und Böse und von Ying und Yang ist das Grundgesetz dieses Planeten. Die wirkliche Veränderung kann nur in uns Selbst stattfinden. Nur wenn hier die kritische Masse von gleichgesinnten Menschen erreicht wird, ist eine nachhaltige Veränderung möglich.

Ilona: Befasst dich auch mit politischen Themen? Wenn ja, was beschäftigt dich aktuell?
Johnny: Immer dieses ewige Gerede um den heissen Brei herum. Sei dies in Holland, Schweiz oder auch Frankreich. Neue Normen werden geschaffen und wieder ab geschaffen. Gesetze angenommen und wieder verabschiedet. Neue Kandidaten werden aufgestellt und wieder abgewählt. Immer das gleiche. Trotz allem habe ich aber grossen Respekt vor allen Menschen die sich für das Gemeinwohl einsetzen. Was Politik angeht, höre ich zu, informiere mich, so dass ich auf dem neuesten Stand bin, gehe vorbildlich abstimmen, aber halte mich zurück. Wer weiss, vielleicht finde ich irgendwann mehr Zeit und lasse mich für einen Parteisitz aufstellen. (Johnny lacht)

Ilona: Wo siehst du die Weltwirtschaft in 10 Jahren?
Johnny: In der Weltwirtschaft wird der Konzentrierungsprozess unbeirrt weiter gehen. Die Macht der grossen Konzerne wird dadurch weiter anwachsen. Dies ist ein sehr gefährlicher Prozess. Das Resultat solcher Wirtschaftskolosse kann ja nur sein, dass die Macht auch wirklich ausgeübt wird und dies kann für uns alle sehr gefährlich oder mindestens unangenehm werden. Ich denke, dass die wirklich interessante Entwicklungen von Mittel-, Klein- und Kleinstunternehmen zu erwarten sind und das darin immer wieder die Chance entsteht, dass neue Protagonisten auf dem Markt auftauchen werden und schnell wachsen.

Ilona: Was meinst du, wie wird sich das Digitale weiter bei uns auf der Welt durchsetzen?
Johnny: Die Geschichte des Smartphones zeigt auf in welcher Schnelligkeit technische Dominanzen entstehen können. Dieses Tempo wird zunehmen. Was die digitalen Kommunikationsnetze angeht, bin ich überzeugt, dass diese auf jeden Fall noch Ausbau fähig wären, jedoch der Menschheit mehr schadet wie dient. Die Gesellschaft vergräbt sich mehr und mehr in die digitale Welt und vergisst nebenbei den menschlichen Aspekt, wie auch die Umwelt. Neue Kommunikationsarten sind entstanden, die oft missbraucht werden und somit zu einem gefährlichen, nicht unterschätzbaren Virus geworden sind. Kinder die sich nur noch per SMS, Facebook oder per Blog verständigen und sich zurückziehen, keine realen Freunde mehr haben und nicht mehr nach draussen spielen gehen. Sie bauen sich regelrecht eine Fantasiewelt auf und können die reale Welt nicht mehr von der Unrealen trennen.

Ilona: Zum Schluss würde es mich noch interessieren, was du den Lesern in deinem Alter auf den Weg gibst?
Johnny: YOLO „You Only live once“! Aber mit Respekt vor den Mitmenschen und der Umwelt.

Ilona: So Johnny, dann wären wir mit meinen 13 Fragen fertig. Gerne möchte ich mich bei dir bedanken, dass du dir Zeit für mich und meine Leser genommen hast. Du bist ein junger, sehr interessanter Mensch! Ich wünsche dir alles Gute für deine weiteren Ziele und Karriereschritte.
Johnny: Vielen Dank! Natürlich wünsche ich dir auch alles Gute für deine Zukunft.

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